Lexikon des Karnevals

Übersicht

Ein kleines Lexikon um und über Karneval, was Sie schon immer wissen wollten hier wird es erklärt.

Karneval

1. Lateinisch "carne vale" = "Fleisch, lebe wohl", im Hinblick auf das Verbot des Fleischessens in der bevorstehenden Fastenzeit.

2. Lateinisch "carne levare" = das Fleisch wegnehmen

3. Lateinisch "carrus navalis", das ist ein "Schiffwagen". Im Februar wurde die Wiedereröffnung der Fluss-Schifffahrt mit Umzügen gefeiert, in denen die Schiffe auf Rädern mitgeführt wurden.

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Fasching

Das "Fa-" geht auf Fasten zurück, und "-sching" kommt von "schan", "schang" = Schank. Um 1200, im Mittelhochdeutschen, verstand man unter "vastschanc" und dem kürzeren "vaschank" das Ausschenken des Fasten - Tranks am Tag vor Aschermittwoch.

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Fastnacht

Das aus dem Mittelhochdeutschen stammende Wort Fastnacht oder Fasching bedeutet auch nächtlicher Unfug aus Freude über den kommenden Lenz. Fastnacht wurde in vorchristlicher Zeit als Vorfrühlings- und Fruchtbarkeitsfest gefeiert, mit dem sich die Menschen die Angst vor Kälte und Krankheit vertrieben (Alemannische Fastnacht in Süddeutschland wird dieser Brauch gepflegt). Die Kirche hatte wenig Erfolg in der Bekämpfung solch heidnischer Sitten; es gelang ihr lediglich, mit dem Aschermittwoch einen Schlusspunkt des wilden Treibens vor der Bußzeit bzw. Fastenzeit zu setzen.

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Konfetti

Dem Wort liegt das italienische "confetti" (Plural von "confetto") zugrunde, mit der Bezeichnung für "zurechtgemachtes Konfekt oder Zuckerzeug. Im römischen Karneval bewarfen sich die Maskierten mit Zuckerkörnern und kleinen Bonbons.

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Rosenmontag

Mit der Blume Rose hat dieser Ausdruck nichts zu tun. Vilemehr liegt ein niederrheinisches Dialektwort zugrunde "rosen" = "rasen" im Sinne von "umhertollen". Der Tag vor Fastnacht ist demnach der "rasende" oder der "tolle" Montag.

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Narr

Das Wort stammt aus dem Althochdeutschen, "narro" = durch Unvernunft auffallender Mensch, Tor, Spaßmacher.

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Jeck

Der Jeck ist in der rheinischen Aussprache und Schreibweise der "Geck", und dieses Wort war einst ein Schimpfwort für den Narren. Im 14. Jahrhundert wurden die Hofnarren der Bischöfe von Köln und Lüttich "Gecken" genannt - die Nachfahren dieser Narren sind die Jecken des rheinischen Karnevals.

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Helau

Man geht davon aus das der Karnevalsruf wahrscheinlich zusammengezogen ist aus einem älteren ermunternden Zuruf "hell auf", im Sinne von gescheit oder aufgeweckt.

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Aschermittwoch

Aschermittwoch wird stets an einem Mittwoch vor dem 6. Sonntag vor dem Ostersonntag begangen (somit am 7. Mittwoch vor Ostern, vor dem ersten Fastensonntag).

Der Aschermittwoch eröffnet die 40- tägige Fastenzeit der Christen bis Ostern. Eigentlich sind es mehr als 40 Tage, aber die Sonntage sind von der Tagezählung ausgenommen, da an jedem Sonntag (also auch in der Fastenzeit) die Auferstehung Christi gefeiert wird (und diese Sonntage können daher keine Fasttage sein).

Heute sind nur noch Aschermittwoch und Karfreitag so genannte strenge Fasttage, an denen die Katholiken sich nur einmal am Tag sattessen und auf Fleisch verzichten sollen.

Seinen Namen erhielt der Aschermittwoch, weil Asche der Palmen vom Palmsonntag des vergangenen Jahres, am Aschermittwoch geweiht, und den Gläubigen auf Stirn od. Scheitel vom Priester gestreut (oder vom Diakon gezeichnet) wird. Dabei spricht der Priester: Gedenk o Mensch, du bist Staub, und zum Staube kehrest du zurück.

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Karneval,

Fest vor der Fastenzeit, das nicht nur in katholischen Ländern und Gemeinden gefeiert wird. Es ist eine Zeit der Vorbereitung unmittelbar vor dem Aschermittwoch und dem Beginn der Fastenzeit. Er ist also die letzte Gelegenheit zum Vergnügen sowie zum ausgiebigen Essen und Trinken. Der Karneval beginnt bereits eine ganze Woche vor der Fastenzeit. Den Höhepunkt bilden jedoch mit regionalen Unterschieden Rosenmontag oder Faschingsdienstag, an denen in vielen Städten Umzüge mit Festwagen sowie karnevalistische Veranstaltungen stattfinden. Dabei tragen die Akteure prächtige Karnevalskostüme.

Die Karnevalstage haben ihren Ursprung in vorchristlichen Fruchtbarkeitsriten im Frühjahr. Die berühmtesten Karnevalsfeiern finden in Köln, Nizza, Rio de Janeiro, New Orleans und Louisiana statt. In der Region um Halle wurde der Karneval erstmalig im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt.

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Fastnacht,

Zeit unmittelbar vor der Fastenzeit. In vielen katholischen Ländern wird sie mit ausgelassenen Feiern, Umzügen mit geschmückten Festwägen, Maskenbällen und Festessen begangen. Das synonyme Wort Karneval entstammt wahrscheinlich dem Kirchenlatein. Carnelevarium bedeutet so viel wie „Fleisch wegnehmen“, denn in der Vergangenheit war es Katholiken verboten, während der 40 Tage dauernden Fastenzeit Fleisch zu essen. Der Beginn der Fastnachtszeit variiert von Region zu Region. In Bayern und österreich fängt der Fasching am Dreikönigstag an, in Köln und anderen Teilen Deutschlands beginnt die Karnevalssaison elf Minuten nach elf Uhr vormittags am 11. November. In Teilen Frankreichs und in südeuropäischen Ländern beginnt sie am Quinquagesima, dem Sonntag vor Aschermittwoch. Meist endet sie am Faschingsdienstag. In New Orleans in den USA findet das Fest Mardi Gras (französisch: fetter Dienstag) statt.

An diesem Tag musste vor Beginn der Fastenzeit traditionell das Fleisch und Fett eines Haushalts aufgebraucht werden. Der Karneval in Venedig ist berühmt für seine höfischen Masken, der Karneval in Rio de Janeiro für seine phantasie- und temperamentvollen Umzüge, die von konkurrierenden Sambaschulen ausgerichtet werden. Im deutschsprachigen Raum ist neben der rheinischen Fasnacht in Köln und Düsseldorf, bekannt für ihre Rosenmontagsumzüge, vor allem die schwäbisch-alemannische Fasnet in Südwestdeutschland und der Nordschweiz (Basler Morgenstreich) zu nennen, in der deutliche Anklänge an vorchristliche Fruchtbarkeitsrituale (Winteraustreiben) zu finden sind. Traditionell wurden während der Fastnacht die weltliche und kirchliche Ordnung karikiert, d. h. auf den Kopf gestellt. Elemente davon haben sich bis heute im Weiberfasching, in der Einsetzung von Narrenregierungen oder auch beim Aushändigen der Rathausschlüssel an Narrenzünfte erhalten.

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Fastenzeit,

Zeit des Fastens und der Buße, die von Christen traditionell in Vorbereitung auf Ostern eingehalten wird. Die Dauer der Fastenzeit, in der die Gläubigen nur wenig essen, wurde im 4. Jahrhundert auf vierzig Tage festgelegt. In den Ostkirchen gelten sowohl die Samstage als auch die Sonntage als Feiertage, und die Fastenzeit beginnt acht Wochen vor Ostern. In den westlichen Kirchen, für die nur die Sonntage Feiertag sind, beginnt die 40-tägige Fasten - Periode am Aschermittwoch und dauert bis einen Tag vor Ostern. Bei den protestantischen und anglikanischen Kirchen, gelten andere Arten des Fastens, wobei vor allem der Aspekt der Buße betont wird. Die römisch-katholische Kirche hat in den vergangenen Jahren ihre Regeln für das Fasten gemildert. Nach einem apostolischen Erlass, den Papst Paul VI. im Februar 1966 herausgab, sind Fasten und Abstinenz in der Fastenzeit nur noch an Aschermittwoch und Karfreitag für Katholiken unbedingt verpflichtend.

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Ostern,

ältestes christliches Fest, an dem die Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird. Andere kirchliche Feiertage, die sich über den Zeitraum zwischen dem Septuagesima - Sonntag (dem neunten Sonntag vor Ostern) und dem ersten Adventssonntag verteilen, richten sich nach dem Zeitpunkt des Osterfestes.

Am Ostersonntag endet die 40-tägige Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt. Die Karwoche, die Ostern vorausgeht, beginnt mit dem Palmsonntag und endet am Karfreitag, dem Tag, der an die Kreuzigung Jesu erinnert.

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Vorchristliche Traditionen,

die Bezeichnung Ostern leitet sich von Eastre ab, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit. Ihr Fest wurde am Tag vor der Frühlings-Tagundnachtgleiche gefeiert. Von den mit diesem Fest verbundenen Bräuchen überdauerte der Osterhase, der ein Symbol der Fruchtbarkeit ist.

Auch in anderen Kulturen wurde zu diesem Zeitpunkt der Frühlingsanfang gefeiert. Eine griechische Sage erzählt davon, wie Persephone, die Tochter Demeters, der Göttin der Erde, aus der Unterwelt an das Tageslicht zurückkehrt. Ihre Rückkehr war für die alten Griechen das Symbol für die Wiederkehr des Lebens im Frühling. Bei vielen antiken Völkern gab es ähnliche Legenden. Die Phryger glaubten, dass ihre allmächtige Gottheit sich zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende schlafen legte, und sie vollführten zur Frühlings-Tagundnachtgleiche Zeremonien mit Musik und Tanz, um sie zu wecken. Das christliche Osterfest, das viele dieser vorchristlichen Traditionen in sich aufnahm, ging in seiner religiösen Bedeutung unmittelbar aus dem jüdischen Passahfest hervor.

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Karfreitag,

der Freitag vor Ostern, der von Christen dem Gedächtnis des Kreuzestodes Jesu gewidmet ist. Schon seit der Frühzeit der Kirche wird dieser Tag als ein Tag der Buße, des Fastens und des Gebets begangen. In der römisch-katholischen Kirche besteht die Liturgie am Karfreitag aus einem Wortgottesdienst, einschließlich der Lesung der Johannespassion, der „großen Fürbitten“ und der Enthüllung und Verehrung des Kreuzes.

Seit dem 16. Jahrhundert fand der Karfreitagsgottesdienst am Morgen statt. Im Jahr 1955 führte Papst Pius XII. ein, ihn am Nachmittag oder Abend abzuhalten. Infolgedessen sind die traditionellen Andachten wie die Tre Ore (italienisch „drei Stunden“), die aus Predigt, Meditationen und Gebeten bestand und die dreistündige Todesangst Christi am Kreuz symbolisierte, fast vollständig aus der römisch-katholischen Kirche verschwunden.

Der Karfreitag ist in vielen christlichen Ländern ein gesetzlicher Feiertag.

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Rosenmontag,

der Montag vor Fastnachtsdienstag, an dem traditionell die Mehrzahl der Karnevalsumzüge abgehalten werden. Die ursprünglich nur im Rheinland verbreitete Bezeichnung für den Fastnachtsmontag kann in Köln ab kurz nach 1830 belegt werden. Sie wurde in der Folge durch die Verbreitung der Kölner Form des Karnevals auch in anderen Landstrichen des deutschsprachigen Raums übernommen. Die Bezeichnung Rosenmontag geht auf die Gepflogenheit des Kölner Organisationskomitees zurück, das seit 1824 für die Vorbereitung der Umzüge verantwortlich war, am Sonntag bzw. am darauf folgenden Montag zur Generalversammlung zusammenzutreten. Das Komitee, das sich am Montag versammelte und den Rosenmontagszug ausgestaltete, hieß Rosenmontagsgesellschaft.

Die früher üblichen Bezeichnungen wie „blauer“, „guter“ oder „geiler“ (fröhlicher) Montag können wahrscheinlich darauf zurückgeführt werden, dass am Nachmittag des Rosenmontags traditionell nicht gearbeitet wurde. Die bisweilen bemühte Herleitung des Begriffs von einer älteren Bezeichnung rasender Montag (rasen im Sinn von „über die Stränge schlagen“, „ausgelassen sein“, „toben“) muss als nicht korrekt angesehen werden.

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Faschingsdienstag,

nach dem christlichen Kalender der Tag vor dem Aschermittwoch, der den Beginn der Fastenzeit einläutet. Als diese Zeit noch strenger befolgt wurde als heute, wurden die zwei oder drei Tage, die dem Aschermittwoch vorausgingen, als Fastnachtszeit oder Rosenmontag und Faschingsdienstag bezeichnet und mit Spielen, sportlichen Wettkämpfen, Tänzen und allgemeinen Feiern begangen. „Rosen“ ist dabei der Kölner Mundart entlehnt, in der das Wort „rose“ so viel wie toben bedeutet.

Der deutsche Begriff Fastnacht bedeutet „Nacht vor dem Fasten“: Bei Fastnachtsfesten sollte ursprünglich die Nahrung aufgebraucht werden, die während der Fastenzeit nicht gegessen werden konnte.

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Aschermittwoch,

in der katholischen Kirche der erste Tag der Fastenzeit. Am Aschermittwoch wird als Zeichen der Buße das so genannte Aschenkreuz auf die Stirn gestreut. Dieser wahrscheinlich von Papst Gregor I. eingeführte Brauch ist seit der Synode von Benevento im Jahr 1091 üblich.

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Wikipedia Karneval

Es sind noch fragen offen? Dann schaut doch noch bei Wikipedia rein.

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